Mein Raum. Henrike.

26.10.2020

 

Henrike im Atelier - betrachtet die zuvor von zwei Kindern gestaltete Wand.
Sie erschafft ihren Raum... auf Spuren-Suche. In einer Zeit des Aufbruchs kurz nach ihrem Auszug aus Wiesbaden, vor Beginn ihres Abenteuers: Studieren in London.

"Henrike, was ist jetzt dein Raum?"

"Mein Raum ist jetzt auf jeden Fall sehr groß.

Und ich habe mehr das Gefühl ich stehe im Flur….
In dem Zwischengang von einem Raum zum nächsten.

Und ich habe das Gefühl, es ist ein sehr heller Raum."

 "Was ist denn so in Deinem Raum?"

"Familie. Studium. London. Selbststudium und Herausforderung.

Und Angst. (lacht) Die ist auch in meinem Raum... Auch da."

"Was für Angst? Wie sieht die aus?"

"Die ist nicht so allgegenwärtig. Sie fühlt sich so an wie Höhenangst.
Ja, Höhenangst passt...

Meine Mutter sagte auch: Pass auf, dass die Fallhöhe nicht zu hoch wird.

In der Wohnung in Wiesbaden hatte ich einen Umschlag wieder gefunden.
Ich hatte ihn hinter ein Bild gesteckt. In ihm eine Liste.
Die hatte ich total vergessen!

Da stand:

Gesünder sein
Die Ausbildung gut abschließen
In London studieren

Dann saß ich zwischen meinen gepackten Kisten – halb im Aufbruch – und habe diesen Umschlag aufgemacht.
Und dachte: Ja. Hier bin ich jetzt!" (lacht)

Fotos: Rebecca Budde de Cancino

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